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St. Ulrich

Die auf 1.236 m Höhe gelegene Gemeinde St. Ulrich ist der Hauptort Grödens. Mit etwa 4.600 Einwohnern ist St. Ulrich die mit Abstand größte Gemeinde des Grödnertals. Der ladinische Name des Ortes lautet Urtijëi, der italienische Ortisei. Urkundlich erwähnt wurde im 13. Jahrhundert ein Meierhof in der Siedlung Ortiseyt. Der Meierhof, später „Mauriz“ genannt, gehört heutzutage zu den ältesten Hotels Grödens. Der Name St. Ulrich rührt von dem Schutzpatron des Ortes, dem Heiligen Ulrich her, dem die katholische Pfarrei geweiht wurde. St. Ulrich liegt zwischen der Raschötzer, Seiser und Secada Alm.

Geografisch und kirchlich werden auch Überwasser, Pufels und Runggaditsch zu St. Ulrich gezählt, wobei die Fraktionen aber zum Gemeindegebiet Kastelruth gehören. Die Fußgängerzone im Ortszentrum eignet sich hervorragend zum Bummeln und Shoppen. St. Ulrich ist international für seine Holzschnitzkunst, Bildhauerei und als Geburtsort des Bergsteigers, Schauspielers, Regisseurs und Schriftstellers Luis Trenker bekannt. Im Jahr 1970 fanden in St. Ulrich die alpinen Ski-Weltmeisterschaften statt.

Von den Talstationen in St. Ulrich führen diverse Bahnen hinauf zur Raschötzer, Seiser und Seceda Alm sowie zum Monte Piz und Col de Mesdi. Die Raschötzer Alm im Norden St. Ulrichs erreicht man mit einer Standseilbahn, die Seceda Alm im Osten mit einer Seilbahn und die Seiser Alm, Monte Piz und Col de Mesdi im Süden mit einer Umlaufbahn.

Sportliche Aktivitäten

Wie auch in den zwei anderen Gemeinden Grödens, St. Christina und Wolkenstein, gibt es auch in St. Ulrich unzählige Freizeitaktivitäten. Neben den Skipisten und Wanderwegen gibt es in St. Ulrich auch Fitness- und Wellness-Center, das In-und Outdoor-Schwimmbad „Mar Dolomit“, ein Tennis-Center, Minigolf und den Hochseilweg „Emozion Col de Flam“.

Im Fitness- und Wellness-Center lässt es sich bei Massagen, Schönheitsbehandlungen und im Saunabereich so richtig schön entspannen. Neben diversen Becken im Innen- und Außerbereich verfügt das „Mar Dolomit“ auch über Saunen, Rutschen und eine Pizzeria. Im Tennis-Center kann man nicht nur Tennis spielen, sondern auch Fitness betreiben, klettern, Billard spielen und essen. Zwischen Juli und September jeden Jahres lädt der Minigolf-Park in St. Ulrich zum Abschlag ein. Ebenfalls nur in den Sommermonaten geöffnet ist der Erlebnis-Hochseilweg „Emozion Col de Flam“ im Wald beim Annatal. Der Parcour ist für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren geeignet.is Hochseilweg „

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in St. Ulrich sind die St. Jakobskirche, die Pfarrkirche zum Heiligen Ulrich, die Antoniuskirche, das Museum Gröden, das Kongresshaus sowie die Kriegergedächtniskapelle, das Purger-Denkmal und das Luis Trenker-Denkmal.

St. Jakobskirche

Die älteste Kirche des Grödnertals ist die St, Jakobskirche. Urkundlich erstmals erschienen ist sie im Jahre 1283, doch angeblich wurde sie bereits 1181 erbaut. Sie befindet sich im kleinen Ortsteil St. Jakob und man gelangt vom Ortskern St. Ulrichs nur zu Fuß zu ihr. Um die Kirche und einen kleinen Friedhof herum verläuft eine Mauer. Geweiht ist die St. Jakobskirche dem Patron der Pilger und der Wanderer, dem Heiligen Jakob. Die einst romanische Kirche ist heute im gotischen und barocken Baustil gehalten. In dem Chorgestühl sind ein gotischer Freskenzyklus vom 15. Jahrhundert und ein barocker Hauptaltar zu bewundern.

Pfarrkirche von St. Ulrich

Zwischen den Jahren 1793 und 1796 wurde die dem Heiligen Ulrich geweihte Pfarrkirche von St. Ulrich vom Tiroler Baumeister Joseph Abenthung errichtet. Aus Platzgründen wurde die einst einschiffige Pfarrkirche Anfang des 20. Jahrhunderts durch zwei Seitenschiffe vergrößert. Das schöne barocke Bauwerk mit dem Zwiebelturm enthält sehenswerte Gemälde und Figuren. Besonders die von Ludwig Moroder geschaffene lebensgroße Statue des heiligen Ulrich, die „Herz-Jesu“-Statue, das Fresko von Franz Xaver Kirchebner und die geschnitzten Kirchenstühle tragen zur Schönheit der Pfarrkirche von St. Ulrich bei.

Antoniuskirche

Die kleine, aber schöne Antoniuskirche mit dem steilen Dach und dem Zwiebelturm wurde bereits 1430 urkundlich genannt. Im Jahr 1673 wurde die sich auf dem Antoniusplatz befindende Kirche neu erbaut. Geweiht ist die Renaissance-Kirche dem Heiligen Antonius von Padua. Sie wurde im 19.und 20. Jahrhundert mehrmals restauriert. Dir Kirche ist etwa 12 m lang und 7 m breit und der 29 m hohe Glockenturm hat 3 Glocken. Das Altarblatt am romanischen Hauptaltar wurde von dem Schweizer Maler Melchior Paul von Deschwanden angefertigt. Von dem Südtiroler Maler Josef Moroder-Lusenberg wurden die Gemälde an den Seitenaltären geschaffen.

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